Die Entdeckung der Schokolade

Den Einwohnern des mexikanischen Tieflands, den Tolteken, war die Kakaopflanze bereits im Jahr 1500 v. Chr bekannt. Im 12. Jahrhundert unterlagen sie den Azteken, die die Kakaopflanze als Teil der Toltekenkultur übernahmen. Aus Kakaogrieß und Wasser entwickelten sie bald ein herbes, ungesüßtes Getränk, das als Vorläufer unserer heutigen Schokolade angesehen wird. Ähnlich wie bei den Maya, denen die Kakaopflanze ebenfalls bekannt war, wurde das daraus zubereitete Getränk nur dem Adel und wichtigen Persönlichkeiten serviert und zu kultischen Zwecken verwendet.

Nach Europa kam die Kakaobohne erst im Jahr 1528 mit Hernán Cortés, der sie von den Azteken mit nach Spanien brachte. Zunächst schätzten die Europäer das herbe Getränk nicht. Nachdem kreative Köpfe jedoch auf die Idee gekommen waren, dem Kakao Süßungsmittel, beispielsweise Honig oder Zucker, zuzusetzen, konnte er sich auch hier durchsetzen.

Am spanischen Königshof um 1650 geradezu zum Modegetränk geworden, verbreitete sich Kakao von dort aus über die Fürstenhäuser, bis er allmählich in ganz Europa bekannt war. Bis auch die nicht-adlige Bevölkerung in seinen Genuss kam, vergingen freilich weitere Jahre. In Bremen wurde im Jahr 1673 zum ersten Mal Schokolade öffentlich ausgeschenkt, von einem Holländer namens Jan Jantz von Huesden. Allerdings dauerte es noch etwa zwei Jahrhunderte, bis ein nennenswerter Handel mit Kakaobohnen einsetzte. Lange Zeit galt Schokolade als Beruhigungs- und Stärkungsmittel und wurde sogar als Arznei verkauft.

Mit der industriellen Herstellung von Schokolade begann im Jahr 1819 der Fabrikant François-Louis Cailler in der Schweiz, gefolgt von den ebenfalls dort ansässigen Firmen Suchard, Lindt sowie Tobler. Bald schon erfanden die Gebrüder Nestlé die Milchschokolade, die 1875 in Produktion ging.

Quelle: feinkost-schokolade.de

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